Gala Interview – The Voice of Germany
Gala interviewt in der letzten Ausgabe Rea Garvey zum Thema "The Voice of Germany". Darin zeigt der Reamonn-Sänger offenherzig wie er die Dinge des Lebens und speziell die des Musikgeschäftes sieht. Beispielsweise bekennt er, dass er "nicht lügen kann", "immer ehrlich" und sehr emotional ist. Daher wird er bei Auseinandersetzungen zumeist ziemlich heftig und lautstark. Das macht den Ausnahmesänger irgendwie aber auch sympathisch und erklärt zudem, wie ein Juror im TV Sätze wie "unfucking-fassbar" oder "fanfuckingtastic" zum besten gibt und damit sogar Kultstatus erreicht anstelle von (wie manche Kritiker fordern) Medienschelte.
Wie seine Juror-Kollegen Xavier Neidoo, Nena und The BossHoss sagt Mr. Garvey offen in seiner eigenen Art, dass er The Voice of Germany für ein großes Format hält, in dem im Gegensatz zu DSDS niemand "niedergemacht" wird - was er als "eklig" betitelt - sondern Menschen eine echte (zweite) Chance gegeben wird.
Nun, es ist sicherlich schwierig die Flutwelle an Casting-Shows miteinander zu vergleichen, doch fällt schon auf, dass die Einschaltquoten von The Voice of Germany außergewöhnlich hoch sind (bis zu 30,9 Prozent Marktanteil, Quelle: quotenmeter.de). Das Publikum scheint gereift zu sein und sich danach zu sehnen, die ganzen (gewollten und inszenierten) Peinlichkeiten der Vorauswahl bei DSDS oder beim Supertalent überspringen zu können. Warum nicht gleich zum Kern einer Casting-Show vorstoßen und den besten Sänger ermitteln? Das Konzept von The Voice passt hier perfekt - als Mischung aus X-Factor und den guten Seiten von DSDS gepaart mit Top-Juroren und unglaublich guten Sängern, hat Herr de Mol ("Traumhochzeit") als Produzent mal wieder den Vogel abgeschossen. Und mit Rea Garvey wurde zudem ein Juror ausgewählt, der "einer von uns ist" und frei Schnauze spricht - aber nicht im Sinne eines Dieter Bohlens, sondern irgendwie mit richtig viel Herz und Leidenschaft. Das kommt an! Die Mischung passt.
Am kommenden Donnerstag beginnt die erste Liveshow und verspricht Spaß, Spannung, große Musik und vor allem Qualität und Stil. Wir sind gespannt, ob The Voice of Germany sein Level halten und/oder sogar noch steigern kann.
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Januar 6th, 2012
Hallo,
zugegeben, The Voice of Germany ist cool, aber die erste LiveShow am Donnerstag hat mich und soweit ich weiß noch viele viele andere sehr schwer enttäuscht.
Was war denn das bitte: Schlechteste Ton-Qualität und eine von Endorphinen vernebelte Jury, die sich offenbar nicht mehr in der Lage sieht, jegliche rationale Kritik oder Bewertung abgeben zu können. Dieses “alles ist gut” Gehabe hat sehr genervt – das ist vielleicht in der Finalshow angebracht, aber nicht in der ersten Live-Show. Vor allem, wenn einige Sänger richtig schlecht singen, wie Sahar und Benny. Ich mag Dieter Bohlen wirklich nicht, aber wäre der mit in der Jury gewesen, er hätte mit Sicherheit den Schneid gehabt, zu sagen was zu sagen ist! Warum auch immer wurde dieser Benny dann auch noch weiter mitgenommen!?
Eine weitere Unverständlichkeit war, dass der “beste Sänger des Universums” (Rüdiger Skoczowsky) laut Xavier Neidoo – von eben diesem dann nicht weitergewählt wurde, nachdem die Zuschauer Rüdiger vermutlich wegen des völlig unpassenden Songs nicht per Direktwahl durchgelassen hatten!?
Und zuletzt wirkte sich auch die extreme Nervosität des Moderators sehr negativ auf die Show aus, der sich andauernd versprach und sich aus meiner Sicht zu sehr in Szene setzen wollte. Wir brauchen keinen weiteren Marco Schreyl – einer ist schlimm genug
Ich hoffe auf Besserung in der zweiten Live-Show – liebe Produzenten, bitte sprecht mit eurer Jury und dem Moderator – The Voice ist ein so tolles Format, das ihr kaputt machen werdet, wenn ihr das Erfolgskonzept aus den Blind-Auditions und den Battles nicht weiterführt!
Gruß
MusicFan
Januar 7th, 2012
Nachtrag zur 2. Live-Show:
Nachdem ich eben die zweite Live-Show gesehen habe, bin ich wieder viel fröhlicher gestimmt – auch auf Twitter gibt es eine Menge Zuspruch.
The Voice war um Längen besser als in der ersten Live-Show. Rea Garvey war grandios und Nena ebenfalls klasse – wie auch Xavier, der diesmal zumindest versucht hat, seinen Job zu tun und vernünftige Kritiken abzugeben. The BossHoss scheinen mir aber abermals vor Live-Show-Angst in Ehrfurcht erstarrt zu sein. Vorbei ist ihre Lockerheit, die vor den Live-Shows richtig viel Fun gebracht hat. Beide erinnern mich sehr stark an das Bo bei X-Faktor, der auch in den ersten Live-Shows super nervös schien. Positives habe ich übrigens auch über Moderator Stefan Gödde zu verkünden, der seine Nervosität sichtlich besser im Griff hatte und den Schreyl-Faktor (“Ich verzögere über alle Maßen hinaus die Ergebnisse”) wieder abgelegt hat.
Die Sänger waren sensationell, und zwar wirklich alle. Mutige Songs, einige auf deutsch und ein Percival, der unglaublich gut performt hat. Ich bin übrigens auch ein großer Fan von Behnam Moghaddam, der eine irre Bühnenpräsemz hat – und wie ein kleiner Osho esoterische (im positiven Sinn) Weisheiten ausstrahlt.
Fazit: War alles viel besser und eine tolle Show. Nur bitte liebe Jury, vergesst bitte die Bewertung nicht. Auch wenn ihr alle Freunde seit (oder gerade dann) kann man ruhig seine ehrliche (höflich formulierte) Meinung vortragen, auch wenn sie Kritik beinhaltet. Ihr sprecht immer von Talenten nicht von Kandidaten – und Talente brauchen Kritik, um sich weiter zu entwickeln – wie wir alle!!
Schönen Gruß
MusicFan
Januar 7th, 2012
Hallo,
schöner Artikel. Ich schließe mich MusicFan weitgehend an, die erste The Voice LiveShow war nix, die zweite dagegen deutlich besser. Allerdings gleicht man sich doch in vielerlei Hinsicht an die übliche Live-Casting-Show-Methodik an. Schade! Klasse war aber gestern, dass Rea Garvey seine Talente von der Bühne geholt und zu Lena Sicks gestellt hat, die ja noch nicht 18 ist und somit nicht nach 23h auf die Bühne darf. Übrigens ein merkwürdiges Gesetz. Die Herren vom Jugenschutz sollten lieber darauf achten, dass nicht Sa um 13h nackte Frauen im TV auftauchen oder Jugendliche auf offener Straße Leute überfallen, als sowas. Die Doppelmoral nimmt immer groteskere Züge an! Dazu passt irgendwie der Spruch von Xavier N. gestern: “Ich fühle mich gewulfft”.
Grüße, A.
Januar 17th, 2012
Hi,
nette Diskussion, schließe mich gerne an. Die letzte 3. Liveshow von The Voice war mal wieder gar nichts *Augenzwink* an Musicfan. War wirklich nicht dolle, auch weil nur zwei Teams gegeneinander angetreten sind (die übrigens in meinen Augen schwächsten). Nena war ziemlich aufgedreht, entweder zuviel Yoga oder …naja… jedenfalls sah Sie klasse aus im roten Kleid.
Ich hoffe ja sehr, dass die 4. Liveshow am Freitag wieder super wird. Die Konkurrenz mit “Ich bin ein Star – holt mich hier raus” (oder heisst das Dschungelcamp ??) – egal, ihr wisst schon was ich mein – ist nicht zu unterschätzen. Ich selbst hasse übrigens das Dschungelcamp, ist echt eklig und nutzt die Armut / Dummheit von Menschen aus. Den suuuper möchtergern Schlappmann Daniel Lopes wollte ich schon nicht bei DSDS hören, auch nicht beim Supertalent und erst recht nicht im Dschungel – sehen übrigens auch nicht. Krass finde ich allerdings, dass der Fußballer Ailton im Camp ist (und traurig auch). Ist doch noch gar nicht so lang her, da war der in der 1. Bundesliga mit dabei, wie kann man dann nur völlig pleite sein – naja, offenbar geht das schon irgendwie.
Übrigens höre ich jetzt schon die Stimmen, die sagen, hasst das Dschungelcamp (insbesondere Sonja Zietlow), weiß aber erstaunlich gut bescheid. Das stimmt, bedeutet aber nicht, dass ich es schaue!
Liebste Grüße
die whiskysleven…